Dieses Zitat aus dem Buch Kohelet wäre auf dem Neujahrsempfang wohl passender gewesen als das von Woody Allen.
Nachdem ich nun etwas Zeit habe nach den Feiertagen wieder etwas zu posten, bietet sich der Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters am Sonntag geradezu an.
Mein Fazit: Dieter Krone hätte auch mit den Worten beginnen können: “Ich zeige Ihnen mal, welche Projekte mein Vorgänger angestoßen hat und wie weit ich damit gekommen bin.”
Innovationen?
1. Ein virtueller Spaziergang durch Lingen. Dieser entpuppte sich als Präsentation mit Bilder der städtebaulichen Projekte. Nicht mehr.
2. Bürgerbeteiligung: Die Dezernenten standen Rede und Antwort zu ausgewählten Fragen, die die brisanten Themen der Stadt nicht wirklich aufgriffen. Stellt sich also die Frage, ob nicht mehr Fragen eingegangen sind bzw. wer die Fragen ausgesucht hat.
3. Bildungsgipfel: Hier war der einzige Punkt, bei dem die anwesenden Bürgerinnen und Bürger das Gefühl hatten etwas wirklich neues zu hören. Das Problem: auch die anwesenden Schulleiter machten diesen Eindruck. Da Dieter Krone die Zielsetzung des Gipfels nicht konkretisierte und die anzunehmende Zielgruppe offensichtlich auch noch nichts weiß, bleibt abzuwarten, was da noch kommt.
4. Mit Kombinationsgabe: Familienförderung. Ist zwar nichts innovatives, aber mit der Nennung als Schwerpunkt und den Ausführungen zur Wohnbauentwicklung kann man vermuten, dass Dieter Krone die städtebauliche Entwicklung für Familien im “urbanen Wohnen” sieht. Ob ein Wohnungsangebot für Familien in Mehrfamilienhäusern wie in Großstädten liegt, bleibt abzuwarten. Meine Erfahrung ist eher, dass sich junge Familien, wenn sie sich für das Emsland entscheiden, im Gegenzug keine Wohnung sondern ein eigenes Haus haben wollen.
Nun werde ich aber erst mal Nachrechnen, wann die ersten 100 Tage Amtszeit unseres Oberbürgermeisters rum sind. Vielleicht kommt dann ja ein zukunftsweisendes Statement. Und wenn nicht, kommen die Statements halt von anderer Stelle.